Problemstellung
Der österreichische Büromöbelhersteller BENE hat es sich zur Aufgabe gemacht, ein völlig neues Organisationskonzept, vorerst nur im Bereich der Endmontage, einzuführen: „Die fraktale Fabrik.
Mit diesem Organisationskonzept sollen Kreativität, Verantwortungsbewußtsein der Mitarbeiter und Freude an der Arbeit gefördert werden. Erste Schritte in diese Richtung waren die Reorganisation der gesamten Endfertigung in 10 gleich große überschaubare Einheiten, den sogenannten „FIFs". FIF bedeutet „Fabrik in der Fabrik". Diese sollen ihrerseits verantwortungsbewußte und selbständige Gruppenarbeit bei vermehrter Identifikation mit den Produkten ermöglichen. Das Unternehmen erkannte sehr bald, daß Korrekturen an den vorhandenen, historisch gewachsenen Strukturen nicht mehr zielführend sind und deshalb neue kreative Ansätze aus geänderten Denkweisen heraus benötigt werden. Da jedoch bisher noch keine praktischen Erfahrungen mit derartigen Konfigurationen gewonnen werden konnten, - dieses Fertigungskonzept der fraktalen Fabrik ist das Erste in Europa, war man auf der Suche nach geeigneten Planungs-, Trainings- und Analysewerkzeugen. Der österreichische Hersteller wollte, mittels Simulation das innovative Konzept, unter Einbindung der Mitarbeiter, analysieren.
ZIELSETZUNG
Durch das neue Konzept soll auch das Transportsystem total umgestellt werden. Die Fertigware soll direkt, nach der Übernahme aus den einzelnen FIFs über einen Rollenförderer unter Vermeidung eines Fertigwarenlagers in die Container entsprechend der Touren verladen werden. Lkw bringen die Container aus dem Werk nur noch zur nächsten Bahnverladestation. Für das Unternehmen gab es mehrere Ziele und Visionen:
• Die Lieferzeit ist eine konstante Größe und soll ständig kürzer werden
• Nicht das Unternehmen, sondern der Kunde steuert die Fabrik
• Die Verladung in Container ersetzt das Fertigteillager
• Absolute Auftrags- und Containerreihenfolgen sollen eingehalten werden
• Rechtzeitiges Erkennen von Engpässen und Integrationseffekten in der „Vorzeitigkeit" aufzeigen und reagieren können
• Eliminieren von Defiziten im logischen Systemdenken und Schaffung von Transparenz
• Reduzierung von Komplexitäten und Vereinfachungen anstreben
ERGEBNIS
Der Einsatz der Simulation stellte in der Planungs- und Trainingsphase eine absolute Bereicherung für das Unternehmen und seine Mitarbeiter dar. In der Planungsphase gab sie Auskunft über eventuelle Leistungsreserven und die Umsetzbarkeit des neuen Konzeptes. In der Trainingsphase war die Simulation ein wichtiger Bestandteil im Evaluierungsprozeß von verschiedenen Strategien. Die Umsetzung des Konzeptes der fraktalen Fabrik und das damit verbundene Verständnis aller beteiligten Mitarbeiter wurde maßgeblich durch den Einsatz der Computersimulation beeinflußt.
Alle reden davon, die Mitarbeiter im Unternehmen aktiv bei der Problemlösung mitwirken zu lassen. Wir geben ihnen auch die Zeit und die Werkzeuge dafür.
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