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Gate Belegung Pier Ost/West Umsetzung Schengen

KUNDE: VIENNA INTERNATIONAL AIRPORT, A, 1997

Problemstellung
Die Umrüstung des Flughafens Wien auf einen effizienten „Schengenbetrieb" stellten Verantwortliche und Mitarbeiter sowohl in der Planungs- als auch in der Betriebsphase vor neue Aufgaben.
Insbesondere deshalb, da es oberstes Ziel des Wiener Flughafens war, einerseits die Betriebskosten und andererseits den Servicegrad der Passagiere (wie kürzeste Umsteigezeiten- MCT) zu gewährleisten, um international konkurrenzfähig zu bleiben. Gleichzeitig wollte man unter den neuen, geänderten Betriebsbedingungen eine optimale Pierbelegung (Pier Ost und Pier West) und kurze Passagierwege erreichen.

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ZIELSETZUNG
Um diesem Ziel so nahe wie möglich zu kommen und die neuen unbekannten Situationen, hervorgerufen durch die Schengen bedingten operativen Veränderungen, frühzeitig, also vor der Inbetriebnahme Schengen kennenzulernen, entschied sich 1996 das Projektmanagement der Flughafen AG für den Einsatz der Computersimulation als Planungsinstrument. Eine weitere Aufgabe bestand in der Installation eines EDV-gestützten Logistiksystems für eine optimale Pierbelegung.

Der Modellentwicklung ging eine funktionelle Spezifikation und eine umfangreiche Datenanalyse voraus. Es wurden ca. 8 Mill. Daten analysiert. Die analysierten und durch Verteilungsfunktionen abgebildeten Daten steuern im Computermodell den Passagierfluß entsprechend den funktionalen und örtlichen neuen, realen Gegebenheiten.

Verschiedene Szenarien mit unterschiedlichen Parametern wie zB. Servicezeiten, Personal-besetzungsgrade, Anzahl und Kapazität der Shuttlebusse wurden durchgespielt.

Die Umstellung auf Schengen Betrieb erfordert auch eine völlig neue Organisation der Pierbelegung. Wegen der Komplexität der Belegungsregeln in Abhängigkeit der Destinationen, Flugzeugtypen und architektonischen Gegebenheiten des Flughafens Wien, war das Ziel der Projektverantwortlichen ein leistungsfähiges, EDV-gestütztes Logistiksystem zu installieren, das auch auf die aktuellen täglichen Passagierströme Rücksicht nehmen sollte. Dafür wurde das heute in der europäischen Industrie bekannte Scheduling Werkzeug Preactor aus England herangezogen und entsprechend den Anforderungen des Wiener Flughafens konfiguriert. Dieses Werkzeug zeichnet sich durch eine enorme Flexibilität bei der Implementierung des erforderlichen, komplexen Regelwerkes aus und ermöglicht dem Movement Team rasch auf operative Veränderungen zu reagieren. Seit der Einführung des Winterflugplanes 1997/98 konnte es seine Leistungsfähigkeit bereits unter Beweis stellen. Die Funktionalität des Gateplanners wurde bereits vor dem Probebetrieb mit Hilfe des Simulationsmodells als Testumgebung evaluiert.

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ERGEBNIS
Die genaue Analyse der Simulationsergebnisse bestätigte die operationale Funktionalität des Wiener Flughafens unter Schengen Bedingungen und gab wertvolle Hinweise für die notwendige Besetzung einzelner Servicestationen wie Passkontrollen und Shuttledienste etc.

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